Allianz für Aachen schlägt Städtepartnerschaft mit Szeged (Ungarn) vor/ Ratsantrag vorgelegt

Die Allianz für Aachen wirbt für eine Städtepartnerschaft mit der ungarischen Stadt Szeged. In einem aktuellen Antrag wird die Stadt Aachen aufgefordert, in Kontakt mit den entsprechenden Ansprechpartnern auf ungarischer Seite zu treten, um die Möglichkeiten der Initiierung und Intensivierung wechselseitiger Beziehungen auszuloten. Die Stadt Aachen solle sich für eine Städtepartnerschaft mit der ungarischen Stadt an der Theiß einsetzen.

Der AfD-Ratsherr Markus Mohr und sein Ratskollege Wolfgang Palm sehen in einer Partnerschaft beider Städte zahlreiche vielversprechende Austauschpotentiale. So seien in beiden Städten überregional und international bedeutsame Universitäten ansässig, die jeweils über medizinische sowie wirtschafts- und naturwissenschaftliche Fakultäten verfügten. Eine Partnerschaft könne den Anstoß zu gewinnbringenen Kooperationen geben. Auch andere Bildungsinstitutionen, wie z.B. die VHS in Aachen, könnten mit Partnern in Ungarn gemeinsame Projekte unterhalten.

Des Weiteren seien beide Städte mit ihren kulturhistorischen Wahrzeichen touristische Anziehungspunkte. Sowohl Aachen als auch Szeged seien für ihre christlichen Dome und ihre barocken Rathäuser bekannt. Daraus ergäbe sich die Möglichkeit der Organisation wechselseitiger Besuche durch städtische Delegationen und interessierte Bürger.

Eines der markantesten Gemeinsamkeiten liege Mohr und Palm zufolge in der geographischen Lage im Dreiländereck. Allerdings bestünden hinsichtlich der Wahrnehmung sich daraus ergebender lagespezifischer Erfordernisse im Zuge illegaler Massenmigration gravierende Unterschiede. Während Aachen an der ungeschützen Westgrenze und mit der A44 an einer Hauptroute illegaler Einwanderung liege, sei die Stadt Szeged durch den im Jahr 2015 errichteten ungarischen Grenzzaun geschützt. Während in Aachen offene Grenzen als Katalysator des ethno-kulturellen Gesellschaftsumbaus begrüßt würden, sei in Szeged der Erhalt und Schutz der eigenen Bevölkerung vorrangig.

Ratsherr Markus Mohr (AfD) führt dazu weiter aus:

„Beim Thema Sichere Grenzen kann sich Aachen bei Szeged einiges abschauen. In unserem Antrag schlagen wir z.B. Fachkonferenzen für Mitarbeiter der Verwaltung oder gemeinsame Vortragsveranstaltungen zu diesem Thema vor. Denn klar ist: In Aachen wurden offene Grenzen lange pseudohumanistisch verklärt. An die Sicherheit der Einheimischen dachte man kaum. Nicht einmal Passlesegeräte gibt es in Aachen. Das alles rächt sich jetzt. Durch die ungeschützte Grenze ist Aachen zum Magneten für Schleuser, Menschenschmuggler, Asylbetrüger und ausländische Einbrecherbanden geworden.“

Zudem verweist die Ratsgruppe vor dem Hintergrund der diplomatischen Spannungen zwischen Deutschland und seinen östlichen Nachbarn auf die brückenbauende Geste einer Partnerschaft in ein östliches EU-Land.

Lesen Sie hier den Antrag der Allianz für Aachen.