Allianz für Aachen will Aachener Beutekunst zurück in die Heimat holen

Allianz für Aachen will Aachener Beutekunst zurück in die Heimat holen

Anlässlich des 200. Geburtstags des großen Aachener Kunststifters Barthold Suermondt im Mai dieses Jahres wollen die beiden Ratsherren Markus Mohr (AfD) und Wolfgang Palm (parteilos) lange verschollen geglaubte Aachener Kunstschätze zurück in die Kaiserstadt holen.

 

Aachen/ Simferopol. Über 70 Gemälde aus dem Bestand des Suermondt-Ludwig Museums lagern derzeit auf der Halbinsel Krim. Die Exponate waren infolge des zweiten Weltkriegs in die Staaten der ehemaligen Sowjetunion verschleppt worden. Mehr als 60 Jahre galten die Werke als verschollen. Im Jahr 2008 wurden sie in einem Simferopoler Museum auf der Krim wiederentdeckt. Aber die Verhandlungen mit den damaligen ukrainischen Behörden über eine Rückkehr nach Aachen verliefen erfolglos. Die Ukraine mauerte. Es rührte sich nichts.

Anlässlich des 200. Geburtstages des Museumsstifter Barthold Suermondt am 18. Mai 2018 möchten die beiden Aachener Ratsherren Markus Mohr und Wolfgang Palm die Kunstschätze zurück in die Heimat holen. Im Januar forderten die beiden den Oberbürgermeister per Ratsantrag zur Aufnahme entsprechender Verhandlungen mit den russischen Behörden auf. Pünktlich zum großen Jubiläum sollen die Werke wieder in Aachen bestaunt werden dürfen.

 

Ratsherr Mohr: „Aachen kann als Vorbild vorangehen“

Der Aachener Ratsherr Markus Mohr appelliert indes an den Oberbügermeister: „Das große Suermondt-Jubiläum rückt näher. Die Stadt Aachen muss jetzt signalisieren, dass ihr die heimischen Kunstschätze am Herzen liegen und sie auch ohne die Bundesregierung zu Verhandlungen mit den russischen Behörden bereit ist. Außenpolitische Mätzchen der Bundesregierung dürfen nicht länger zu Lasten des kulturellen Erbes und der deutsch-russischen Freundschaft gehen. Aachen kann jetzt als Vorbild vorangehen.“

 

Lesen Sie hier den Antrag der Ratsgruppe.