Antrag: Förderprogramm für historisierende Fassadengestaltung

Antrag: Förderprogramm für historisierende Fassadengestaltung

Der AfD-Ratsherr Markus Mohr und sein Ratskollege Wolfgang Palm wollen historisierende Fassadengestaltung in Aachen fördern. Dies geht aus einem aktuellen Antrag der Ratsherren hervor.

Dazu fordern sie einen Förderfonds in Höhe von 1.000.000,00 Euro. Die Verwaltung soll zudem angewiesen werden, zu diesem Zweck Richtlinien aufzustellen, in denen förderfähige Maßnahmen, Art und Höhe der Förderungen sowie die weiteren Verfahrensweisen festgelegt werden.

Architekturstile wie der Historismus und der Jugendstil hätten bis heute Maßstäbe für eine ästhetisch anspruchsvolle Außenverkleidung von Gebäuden gesetzt, schreiben Mohr und Palm.

Die aus der Gründerzeit erhalten gebliebene Bausubstanz, wie etwa an der Oppenhoffallee im Frankenberger Viertel, sei aufgrund ihrer liebevoll verzierten und prachtvollen Fassaden zu einem Markenkern Aachens geworden. Historische Fassaden prägten bis heute das Stadtbild innerhalb des Alleenringes und stehen bei Anwohner, Besuchern und Touristen hoch im Kurs, so die Ratsherren.

Leider habe sich nach dem Zweiten Weltkrieg in Aachen ein sachliches und ausdrucksloses Bauen durchgesetzt. Das Stadtbild habe sich dadurch immer stärker dem anderer Städte angeglichen, kritisieren Mohr und Palm.

Die beantragte Förderung historisierender Fassadengestaltung sei der erste Schritt zu einer Neuorientierung im Geiste des »Neuen Urbanismus«, bei dem gestalterische Schönheit der Architektur wieder als Faktor der Lebensqualität bedacht wird.  Mit »historisierend« sei ein in jüngerer Zeit aufkommender Fassadenstil gemeint, der historische Fassadenelemente dezent einsetzt bzw. reinterpretiert. Exemplarisch dafür stünden zahlreiche Projekte der Berliner Architekturbüros Patzschke & Partner2 sowie der Groth Gruppe. Die Hinwendung zu klassischen Schönheitsidealen lassen sich auch an aktuellen Neubauprojekten wie dem Berliner Humboldt-Forum oder der Restauration des Frankfurter Römerviertels beobachten.

Historisierender Fassadenbau mache Aachen schöner, gesünder und lebenswerter. Die beantragte Förderstruktur könne Aachen zudem zu einem Anziehungspunkt für kreative Künstler, Architekten und idealistischen Stadtplanern machen. Aachen verdiene eine seiner großen Geschichte würdige Architektur, heißt es im Antrag der patriotischen Ratsherren.

 

Hier finden Sie den Antrag Aachener Förderprogramm für historisierenden Fassadenbau.