Antragspaket: AfA will Umgebungslärm reduzieren

Mit einem zweiteiligen Antragspaket will die Allianz für Aachen Umgebungslärm in Aachen reduzieren. Die beiden Ratsherren Markus Mohr (AfD) und Wolfgang Palm (parteilos) sehen in einem dauerhaft erhöhten Lärmpegel einen ungesunden Stressfaktor. Insbesondere für ältere Menschen. Mit ihren Anträgen wollen Mohr und Palm zwei vermeidbare Lärmursachen beheben.

Zum einen soll das Abspielen von mobilen Lautsprechern in der Öffentlichkeit untersagt werden. Ein entsprechender Passus soll dazu in die Aachener Straßenverordnung aufgenommen werden. Besonders im öffentlichen Nahverkehr oder an öffentlichen Plätzen werde eine beliebige Musikbeschallung als Belästigung empfunden, so die Ratsherren Mohr und Palm. Lärmempfindliche Personen und ältere Menschen würden einem empfindlichen Stressfaktor ausgesetzt. Das ungefragte Abspielen von Musik sei darüber hinaus ein despektierliches Verhalten gegenüber den Mitmenschen und schade dem sozialen Klima, führen Mohr und Palm aus.

Zum anderen will die Allianz bei Reinigungsaufgaben des Stadtbetriebs auf verbrennungsmotorbetriebene Laubbläser und –Sauger verzichten. Nach dem Willen der Ratsgruppe, soll dazu die Straßenreinigungssatzung entsprechend ergänzt werden. Die beiden Ratsherren argumentieren, daß derlei Geräte einen Schalldruckpegel vergleichbar eines Presslufthammers erzeugten. Weitere nachteilige Effekte seien der massive Ausstoß von Schadstoffen, sowie ein folgenschwerer Eingriff ins Ökosystem. Die Vernichtung von Laub würde zahlreichen Nützlingen den notwendigen Winterunterschlupf entziehen. Damit bedeute für bestimmten heimischen Vogelarten der Verlust einer wichtigen Nahrungsquelle. Für die Laubbeseitigung sei das traditionelle Rechen ein bewährtes und umweltverträgliches Werkzeug, so die Ratsgruppe.

Lesen Sie hier und hier die beiden Anträge der Allianz.