Antragsserie: Attraktiver ÖPNV für Aachen, Teil 2 – Mehr Preisgerechtigkeit durch leistungsstarkes „Flugs-Ticket“

Antragsserie: Attraktiver ÖPNV für Aachen, Teil 2 – Mehr Preisgerechtigkeit durch leistungsstarkes „Flugs-Ticket“

Im zweiten Teil ihrer Antragsserie zum ÖPNV möchte die Allianz für Aachen über eine Modifikation des „Flugs-Ticket“ mehr Preisgerechtigkeit bei Kurzstreckenfahrten im Tarifrandzonengebiet schaffen. Konkret fordert die Allianz, daß dieses Ticket künftig für bis zu sechs Haltestellen ohne Kilometerbegrenzung gilt. Bisher gilt das „Flugs-Ticket“ für bis zu vier Haltestellen oder eine Fahrtstrecke von zwei Kilometern. Durch die Änderung möchte die Ratsgruppe die Attraktivität des ÖPNV am Aachener Stadtrand steigern.

Der AfD-Ratsherr Markus Mohr und sein Ratskollege Wolfgang Palm führen in ihrem Antrag aus, daß der Entfall der Kurzstreckenzonen im Jahr 2013 an den Tarifrandzonen zwischen Aachen und seinen Nachbarkommunen zu einer Verschlechterung der Fahrpreissituationen geführt habe, die die seinerzeitige Einführung des „Flugs-Ticket“ an vielen Verbindungsstellen nicht habe beheben können. Die bisherige Begrenzung auf vier Haltestellen reiche an vielen dieser Stellen nicht aus, weshalb Ticketpreise der Preisstufe 2 entrichtet werden müssten. Mohr und Palm führen in ihrem Antrag exemplarisch fünf dieser Kurzstrecken an, für die aktuell 3,60 EUR für eine Einzelfahrt, statt wie vor dem Jahr 2013 2,70 EUR, zu bezahlen seien. Darunter etwa die vielgenutzten Buslinienstrecken zwischen Brand und Stolberg oder zwischen Haaren und Würselen. Während eine Einzelfahrt zwischen Walheim und Richterich 2,70 EUR koste, seien somit Fahrten die einen Bruchteil dieser Strecke ausmachten 30 Prozent teurer. Diese Unverhältnismäßigkeit wollen Mohr und Palm mit der beantragten Regelung ausräumen. Mit dem optimierten „Flugs-Ticket“ würden für die entsprechenden Strecken nur noch 1,60 EUR statt 3,60 EUR anfallen.

Zudem möchten die beiden Ratsherren durch den Wegfall der Kilometerbegrenzung im „Flugs-Ticket“ dem Umstand Rechnung tragen, daß die Haltestellenabstände an den Tarifrandzonen in weiterem Abstand zueinander liegen, sodaß in manchen Fällen selbst die bisher vier möglichen Haltestellen aufgrund der zwei-Kilometer-Begrenzung nicht wahrgenommen werden könnten.

Hier finden Sie Teil 2 der Antragsserie der Allianz für Aachen zum Thema ÖPNV.

Beitragsbild: openstreetmap.de (Quelle).