Antwort der Verwaltung: Tihange – Ist die Stadt auf den Katastophenfall vorbereitet?

Eine vorbereitende Planung zur Evakuierung des Stadtgebiets im Falle einer Havarie des belgischen Atomkraftwerks Tihange sei nicht vorgesehen. Dies erklärt die Verwaltung in ihrer Stellungnahme auf eine Anfrage der Allianz für Aachen. Demnach sei eine vollständige Evakuierung unter Einbezug der Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und THW derzeit nicht durchführbar. Allerdings werde zurzeit mit der Berufsfeuerwehr, der Polizeibehörde und Straßen NRW ein Softwaresystem zur Evakuierungsplanung entwickelt, um insbesondere unorganisierten Fluchtverkehr im Falle einer Katastrophe zu steuern. Gemeinsame Evakuierungspläne mit der Deutschen Bahn gebe es nicht.

Die Anzahl der evakuierbaren Menschen in Aachen könne nicht beziffert werden. Dies hänge von vielen Faktoren, wie z.B. der Möglichkeit des Hinzuziehens überörtlicher Hilfskräfte, ab, und sei daher von der konkreten Lage abhängig.

Für die Information der Bevölkerung seien die Feuerwehr, mittels Lautsprecherwagen und Sirenen, und die Medien zuständig, die zuvor Informationstexte zugespielt bekämen. Multilinguale Warnungen erfolgten nicht. Die Entscheidung über den Zeitpunkt der Warnung treffe der Krisenstab.

Bezüglich der Handlungsrichtlinien der Stadt Aachen im Falle einer Nuklearkatastophe verweist die Verwaltung auf die Rahmenempfehlungen der Stahlenschutzkommission (SSK).

Lesen Sie hier die Stellungnahme der Verwaltung.

Hier finden Sie die Anfrage der Allianz für Aachen.