Gefahr durch illegale Drogen: Allianz setzt auf neue Interventionsstrategie „Drug-Checking“

Die Ratsgruppe Allianz für Aachen hat im Rat beantragt, die Einführung der Interventionsstrategie „Drug-Checking“ zu prüfen. Dabei handelt es sich um eine chemische Laboranalyse von illegalen Substanzen in Verbindung mit einem Beratungsangebot. Die Ratsgruppe reagiert damit auf den bundesweiten Trend von immer mehr Drogentoten infolge giftiger Beimischungen und Überdosierungen. Durch „Drug-Checking“ sollen Drogenkonsumenten frühzeitig vor Gefahrenpotentialen gewarnt werden, so die Ratsherren Markus Mohr (AfD) und Wolfgang Palm (parteilos). Die Kenntnisse über Wirkstoffkonzentration und Verunreinigungen ermöglichten Drogennutzern eine risikobewusstere Folgenabschätzung. Dadurch könne, nach Ansicht von Mohr und Palm, Leben gerettet werden.

Darüber hinaus könnten die in „Drug-Checking“-Projekten erhobenen Daten in weitere Präventionsstrukturen einfließen. So könnten etwa lokale Drogentrends und Handelsrouten nachvollzogen werden. Dieses Wissen könne zur besseren Prävention mit Schulen, Krankenhäusern und der Polizei geteilt werden. Dadurch würde eine umfassendere Prävention möglich, so Mohr und Palm.

In ihrem Antrag verweisen die beiden Ratsherren zudem auf europäische Nachbarländer, indenen eine derartige Interventionsstrategie bereits erfolgreich angewandt würde. Diesem Beispiel folgend, könne Aachen eine bundesweite Vorreiterrolle einnehmen.

Lesen Sie hier den kompletten Antrag der Allianz für Aachen.