Platzverweis für Pferdequäler: Allianz für Aachen fordert anlässlich CHIO verstärkte Bemühungen beim Tierschutz

Platzverweis für Pferdequäler: Allianz für Aachen fordert anlässlich CHIO verstärkte Bemühungen beim Tierschutz

Anlässlich des internationalen Pferdesportturniers CHIO finden auch dieses Jahr tausende Gäste den Weg in die Kaiserstadt. Seit dem 14. Juli kämpfen in der Aachener Soers die weltbesten Spring- und Dressurreiter um die begehrten Preise. Die dargebotenen Disziplinen stehen dabei auch in der Kritik von Tierschützern. Diese sehen in verschiedenen Dressurmethoden und gesundheitsgefährdenden Leistungsanforderungen eine Form von Tierquälerei. Der Allianz für Aachen ist Tierschutz besonders wichtig. Im Zuge des Turniers fordert die Aachener Ratsgruppe daher verstärkte Bemühungen zum Tierschutz im Allgemeinen und zum Schutz von Pferden im Besonderen.

Zu diesem Zweck hatte die Allianz für Aachen bereits im März ein Pferdeverbot an Karnevalsumzügen beantragt. Dazu erklärt Ratsherr Wolfgang Palm: „Zum Zweck der Unterhaltung dürfen Tiere nicht leiden. Der Einsatz von Pferden bei Karnevalsumzügen ist für die Tiere eine Strapaze. Die unruhige Atmosphäre, Enge und stundenlanges Stehen sind ein enormer Stressfaktor. Dadurch werden leicht Fluchtinstinkte ausgelöst. Scheuende Pferde sind eine Gefahr für Leben und Gesundheit von Mensch und Tier.“

Trotz Auflagen und Kontrollen kommt es immer wieder zu Sach- und Personenschäden. Beim diesjährigen Rosenmontagszug wurden in Bonn neun Personen durch scheuende Pferde verletzt. Der Rosenmontagszug in Köln musste in diesem Jahr sogar kurzfristig gestoppt werden, da ein Pferd aus Überanstrengung erschöpft zusammenbrach.

Ratsherr Wolfgang Palm führt dazu aus: „Für Pferde ist Karneval kein Fest, sondern eine Tortur. Vorfälle wie in Bonn oder Köln zeigen, daß die Belastung der Pferde an solchen Veranstaltungen selbst für ausgebildete und stresserfahrene Tiere ein Sicherheitsrisiko darstellt.“

Der bereits im März eingereichte Antrag wurde von der Stadtverwaltung bisher nicht bearbeitet.

Dazu erklärt Ratsherr Markus Mohr: „Anlässlich des CHIO muss die Stadt Aachen auch etwas für die Pferde und nicht nur für den Pferdesport tun. Wir schauen uns die Pferdequälerei in Aachen jedenfalls nicht länger an. Wir haben den Oberbürgermeister zur unverzüglichen Bearbeitung des Antrags aufgefordert. Die kommende Karnevalssaison steht vor der Tür und bei ihr soll das unnötige Leiden von Pferden bereits ein Ende haben. Die Angelegenheit eilt jetzt und ist daher direkt nach der Sommerpause zu erledigen.“

Die Allianz für Aachen setzt mit dem Antrag ihre konsequente Tierschutzpolitik der vergangenen Jahre fort. So hatte sich die Aachener Ratsgruppe bereits mit ihren Anträgen zur Kastrationspflicht für verwilderte Katzen oder einem Wildtierverbot für Zirkusse für einen Tierschutz in Aachen stark gemacht.
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