Schutz vor Trickbetrug: Mohr und Palm fordern OB erneut zum Handeln auf

Seit 2017 haben falsche Polizisten in NRW etwa 23 Millionen erbeutet. Die Opfer sind meist über 60-Jährige. Die Täter überwiegend türkischer Herkunft. Dies geht aus einem jüngst dem Landtag vorgelegten Bericht des CDU-Innenministers Herbert Reul hervor. Demnach zählt die Polizei NRW seit 2017 638 vollendete Straftaten und beobachtet eine stark steigende Tendenz – in allen Polizeibezirken.

Auch in der Stadt Aachen sind Trickbetrüger aktiv. Der AfD-Ratsherr Markus Mohr und sein Ratskollege Wolfgang Palm hatten im März vorigen Jahres im Rat die Verteilung der Aufklärungsbroschüre „Sicher zu Hause“ beantragt. Diese von der Polizeilichen Beratungsstelle kostenlos angebotene Broschüre solle allen Aachener Senioren-Haushalten zugestellt werden. Eine Befassung des Antrags steht nach wie vor aus.

Anlässlich der vom Innenminister vorgelegten Zahlen erneuert die Allianz für Aachen ihre Forderung nach besserem Schutz vor Trickbetrügern. Der Oberbürgermeister Marcel Philipp (CDU) profitiere von den Stimmen der älteren Menschen, lasse sie aber beim Thema Sicherheit links liegen, so Ratsherr Mohr. Es dürfe jetzt keine Zeit mehr verloren gehen, forderte der AfD-Politiker.