Soziale Verantwortung der STAWAG – Keine Gebührenabzocke in Notlagen

Soziale Verantwortung der STAWAG – Keine Gebührenabzocke in Notlagen

Energiearmut und Stromschulden stehen im Fokus eines Antrages von AfD-Ratsherr Markus Mohr und seinem Ratskollegen Wolfgang Palm.

Nach Ansicht der beiden, seien steigende Energiepreise in Aachen für viele Menschen zu einer erheblichen Belastung geworden. Drei Maßnahmen sollen Entlastung schaffen.

Notlagen, in denen Zahlungsrückstände eine Stromsperre zur Folge haben, werden durch überteuerte Gebühren der Aachener Stadtwerke AG (STAWAG) verschärft, kritisieren die Ratsherren. Die derzeit zu entrichtende Wiederanschlußgebühr von rund 50 Euro nach einer Stromsperrung sei kontraproduktiv. Sie verschärfe Notlagen, derentwegen die Sperrung erst verursacht worden sei, heißt es in dem Antrag. Die Wiederanschlußgebühr soll daher künftig entfallen.

Weiterhin fordern die beiden Ratsherren eine Lockerung der Stromsperrungsklausel. Anstatt 100 Euro sollen künftig erst 200 Euro Zahlungsrückstand die STAWAG zur Unterbrechung der Anschlußnutzung berechtigen.

Auch die Dritte Forderung zielt auf eine Entlastung von in Not geratenen STAWAG-Kunden. Mohr und Palm werben dafür, daß die Sparkasse Aachen auf Gebühren bei Bareinzahlung auf das STAWAG-Konto verzichtet. Wer aufgrund einer Kontosperrung oder aus anderen Gründen sein Girokonto nicht nutzen kann, muss zur Begleichung seiner Rechnungen dafür zusätzlich 15 Euro entrichten. „Personen, die sich in schwierigen Lagen befinden, und die ihre Stromschulden begleichen möchten, wird damit ein zusätzliches Hindernis zur Konsolidierung ihrer Finanzen in den Weg gelegt“, schreiben die Ratsherren. Die beiden Ratsleute hoffen auf ein Entgegenkommen der Sparkasse. „Die Sparkasse Aachen ist eine große Stütze für die Unternehmen und die Bürger der Region. Sie genießt großes Ansehen und der Verzicht auf eine Gebühr bei Bareinzahlungen auf das STAWAG Konto wird die Reputation in der Bevölkerung weiter steigern.“

Entgegen der vor Jahren diskutieren Regelung über einen »Härtefallfonds« sei der Lösungsansatz der Ratsgruppe unbürokratisch und unkompliziert umsetzbar. Etwaige Mindereinnahmen könnten problemlos aus den jährlichen Überschüssen der STAWAG getragen werden.

Lesen Sie hier den Antrag der Allianz für eine kundenfreundliche Gebührenstruktur.